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„Es ist mir ein großes Anliegen, die Erweiterung der Intensivstation so schnell es geht voranzutreiben. Ich werde mich mit viel Energie dafür einsetzen.“ Veronica Ferres

Veronica Ferres - Internationale Botschafterin für Hadassah

Veronica Ferres setzt sich seit Januar 2011 weltweit als Botschafterin für Hadassah International für die Mission des Hadassah Medical Centers ein, durch Heilung, Lehre und Forschung den Grundstein für ein friedliches Miteinander der Kulturen und Religionen im Nahen Osten zu legen. Auf diese Weise setzt sie sich gemeinsam mit den internationalen Hadassah Freundeskreisen couragiert für das Motto „Medizin als Schlüssel zum Frieden“ ein. Veronica Ferres übernahm die Schirmherrschaft für das Hadassah-Projekt PICU.

PICU steht für Pediatric Intensive Care Unit und bezeichnet die Pädiatrische Intensivstation des Universitätskrankenhauses Hadassah in Ein Kerem, Jerusalem. Errichtet im Jahr 1981 im Charlotte R. Bloomberg Mutter und Kind Zentrum des Hadassah Medical Centers, entwickelte sich PICU zum

größten Abteilung für Kinderkrankheiten Jerusalems, das seinen schwerstkranken kleinen Patienten medizinische Betreuung auf höchstem Niveau garantiert. Hadassahs PICU behandelt heute mit ihren acht stationären Betten zwischen 450 und 500 Patienten pro Jahr. Mit modernen und innovativen Behandlungsmethoden können komplexe chirurgische Eingriffe vorgenommen sowie lebensbedrohliche Erkrankungen (u.a. Krebs, neurologische Krankheiten, angeborene Defekte des Herzens, des Gehirns und des Magen-Darm-Traktes) und Traumata behandelt und somit tagtäglich das Leben einer Vielzahl von Kindern gerettet werden. Das PICU beherbergt des weiteren die größte pädiatrische Hämatologie-Onkologie Abteilung in Jerusalem und ist das einzige Zentrum in der Stadt, das Knochenmarktransplantationen bei Kindern durchführt.

Wie alle Kliniken des Hadassah Medical Centers versteht sich auch PICU nicht nur als ein Ort der Heilung, sondern auch der Versöhnung und der gelebten Völkerverständigung: neben israelischen Kindern werden auch arabische Kinder aus den nördlichen Stadtvierteln Jerusalems, den angrenzenden Städten und Dörfern und aus dem palästinensischen Autonomiegebiet behandeln, die andernorts keinen Zugang zu solch komplexer medizinischer Versorgung haben.

Und auch das Personal setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher ethnischer Herkunft und Religionen zusammen: israelische und palästinensische Mediziner werden durch das PICU-Team gemeinsam ausgebildet und arbeiten in der Klinik Hand in Hand.

Über Veronica Ferres

Die in Solingen geborene Schauspielerin Veronica Ferres gab - nach dem Studium der Germanistik, Psychologie und Theaterwissenschaften in München - 1985 ihr Theaterdebüt in August Everdings Stück „Bernauerin“ an der Bayerischen Staatsoper. 1986 stand sie erstmals in der Kinokomödie „Der Unsichtbare“ vor der Kamera, es folgte eine Hauptrolle in „Die zweite Heimat“. Der große Durchbruch gelang der Schauspielerin 1992 in Helmut Dietls Oscar-nominierter Satire „Schtonk!“. 1994 engagierte der Hollywood-Regisseur Marvin J. Chomsky Veronica Ferres für den Mehrteiler „Katharina die Große“.

Für ihre schauspielerischen Leistungen erhielt Veronica Ferres u.a. 2002 den Adolf Grimme Preis in Gold, den Bayerischen Fernsehpreis, die Goldene Kamera sowie die Goldene Romy in der Kategorie „Beliebteste Schauspielerin“ im Jahr 2002. Für ihre Rollen in „Annas Heimkehr“, „Für immer verloren“ und „Stärker als der Tod“ wurde sie 2004 mit dem Bayerischen Fernsehpreis  als beste Schauspielerin ausgezeichnet. 2008 erhielt sie für „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ den Deutschen Fernsehpreis als beste Schauspielerin.

Die internationale Kinoproduktion „Unter Bauern – Retter in der Nacht“ eröffnete im August 2009 die Filmfestspiele in Locarno sowie im Januar 2010 das New Yorker Jewish Filmfestival. Auch in Israel (Jerusalem Cinematheque) feierte der Film große Erfolge. Neben „Unter Bauern, Retter in der Nacht“ sind noch weitere Film mit Veronica Ferres, die die deutsche Geschichte behandeln, in Yad Vashem katalogisiert.

Ihren Mut für schwierige und anspruchsvolle Filmstoffe als Schauspielerin und auch als Ko-Produzentin stellte Veronica Ferres 2011 erneut mit Fernseh-Filmen wie „Sie hat es verdient“ und „Mein eigen Fleisch und Blut“ unter Beweis.

2012 war Veronica Ferres in dem ARD-Film „Die lange Welle hinterm Kiel“ neben Mario Adorf und Christiane Hörbiger und in dem ZDF-Drama „Tsunami – Das Leben danach“ zu sehen.